Neue Verkehrsregeln und Bußgelder 2020

Einige neue Verkehrsregeln führt 2020 eine StVO-Novelle ein. Neben höheren Bußgeldern und zusätzlichen Punkten für Autofahrer kommen zum Beispiel auch Fahrradzonen und strengere Regeln zum Überholen von Radfahrern und Fußgängern.

Höhere Bußgelder 2020: Für Autofahrer wird es teurer

Neues Jahr, neue Verkehrsregeln: 2020 müssen sich Autofahrer an höhere Bußgelder bei Verstößen gegen die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO) gewöhnen.

Dazu zählt beispielsweise unerlaubtes Verhalten beim Bilden von Rettungsgassen:

  • Wer keine Rettungsgasse bildet, muss künftig mit einem Monat Fahrverbot rechnen – zusätzlich zu den bereits länger geltenden 200 Euro Bußgeld und zwei Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei.
  • Autofahrer, die durch die Rettungsgasse fahren oder dort Fahrzeugen von Polizei oder Rettungsdiensten folgen, werden künftig mit 240 Euro zu Kasse gebeten. Hinzu kommen zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot. Bislang war das straffrei.

Der Bundesrat sieht in seiner StVO-Novelle auch eine Neuerung für Fahranfänger vor: Künftig gilt das unberechtigte Nutzen einer Rettungsgasse als A-Verstoß. Dieser geht in aller Regel mit der Anordnung eines Aufbauseminars einher.

 

Die neuen Verkehrsregeln 2020 betreffen auch das Parken in zweiter Reihe.

  • Das kostet ab dem Jahreswechsel mindestens 55 Euro  (vorher 15 Euro),
  • mit Behinderung 70 Euro plus einen Punkt (vorher 20 Euro),
  • mit Gefährdung 80 Euro plus einen Punkt
  • und mit Sachbeschädigung 100 Euro plus einen Punkt

Die beiden letztgenannten Verstöße wurden bisher nicht geahndet. 

Auf ein Bußgeld in Höhe von 55 Euro müssen sich Autofahrer ab 2020 gefasst machen, wenn sie zum Beispiel parken auf Geh-, Rad- oder Radschnellwegen, auf einem Behindertenparkplatz oder E-Auto-Parkplatz.

Verboten werden außerdem Blitzer-Apps, die auf Smartphones Geräte zur Geschwindigkeitskontrolle anzeigen. Ebenso sind keine Radarwarner mehr erlaubt. Wer die Hilfsmittel trotzdem nutzt und dabei erwischt wird, zahlt 75 Euro und bekommt einen Punkt in Flensburg.

Neue Verkehrsregeln 2020: Für Radfahrer soll es sicherer werden

Die neuen Verkehrsregeln 2020 sollen auch einen besseren Schutz für Radfahrer bringen:

  • So gilt der grüne Pfeil an Ampeln nicht mehr ausschließlich für Autos. Verlaufen neben einem entsprechenden Schild Radfahrstreifen oder Radfahrwege, dürfen deren Nutzer dort ebenfalls trotz roter Lichtzeichen rechts abbiegen.
  • Zusätzlich wird es ein exklusives Schild für Radfahrer geben, dass nur ihnen den Richtungswechsel nach rechts unabhängig von der Ampelanzeige erlaubt.

Ein weiteres neues Schild sorgt an schmalen Stellen für ein Überholverbot von Fahrrädern. Es zeigt in einem roten Kreis links ein rotes Auto und rechts untereinander ein Fahrrad sowie ein motorisiertes Zweirad.

Weiter gibt es neue Verkehrsregeln hinsichtlich des Sicherheitsabstands von Kraftfahrzeugen zu Radfahrern, Fußgängern und E-Scootern. Der muss ab 2020 außerhalb von Ortschaften mindesten 2 Meter betragen, innerorts 1,5 Meter.

Künftig können zudem sogenannte Fahrradzonen eingerichtet werden, in denen maximal Tempo 30 gestattet ist. Dort dürfen nur Fahrräder fahren, es sei denn, ein zusätzliches Schild erlaubt die Durchfahrt auch für andere Fahrzeuge.